Limit (oder so)

Der letzte Beitrag ist schon eine Weile her und man könnte daher meinen, dass ich mal etwas größere Fortschritte beim lesen gemacht hätte. Wer den Unterton des ersten Satzes gerade richtig gedeutet hat vermutet jetzt bereits zurecht, dass das nicht der Fall ist.

Vollkommen unabhängig davon (*hust*) kann ich jedem das Computerspiel Firewatch ans Herz legen, welches eher an ein interaktives Bilderbuch mit interessanter Story als an ein gewöhnliches Computerspiel erinnert und sich dadurch auszeichnet, dass man die meiste Zeit durch eine wunderschön animierte Wald- und Gebirgslandschaft läuft während man sich per Funk mit seiner Chefin unterhält. Vom Gameplay her ist es zwar nicht gerade herausragend, dafür ist es aber stark storybasiert und sieht dabei stellenweise fast so aus wie das Bild über diesem Beitrag.

Nun aber zurück zu Büchern und insbesondere zu Limit. Ich bin mittlerweile auf Seite 361 angekommen. Dabei hat das vorstellen neuer Charaktere etwas abgenommen aber nicht aufgehört, sodass mittlerweile 54 mehr oder weniger storyrelevante und benannte Personen aufgetreten sind. Soweit also zum Statistikpart dieses Beitrags.

Schätzing verwendet im Buch eine ziemlich gehobene Sprache, die aber für mein empfinden nicht bei allen Charakteren passend ist. Dafür habe ich jetzt zwar kein Beispiel, dass mir derart aufgefallen wäre, dass ich es mir gemerkt oder gar aufgeschrieben habe, ihr  müsst mir also glauben (oder es nachlassen denn wie es schon im gleichnamigen Volkslied aus dem 18. Jahrhundert heißt: „Die Gedanken sind frei…“) Es gibt aber andere rhetorische Perlen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So etwa folgender Satz über eine essende Person, den man sicherlich schöner hätte formulieren können: „Seine wulstigen Lippen bewegten sich wie kopulierende Gummischläuche.“ Fast noch besser ist meiner Meinung nach allerdings folgender aus gerade mal 59 Worten bestehender Satz über die Probleme des wieder einsetzen der Schwerkraft und ihre Einwirkung auf (In)kontinenz: „Sie waren tatsächlich auf dem verdammten, dicken Mond gelandet, und das Sechstel Gravitation des Trabanten zog O’Keefe mit der Sanftheit einer Geliebten zu sich herab, seine Gliedmaßen, seinen Kopf, seine inneren Organe und Körpersäf­te, ach ja, die Säfte, zog und zog und zog etwas aus ihm heraus, und es war draußen, bevor er die Hinterbacken zusammenknei­fen konnte.“

Um euch nicht mit einer Anregung für unschönes Kopfkino zu enden möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich mir fest vorgenommen habe pro Tag mindestens 50 Seiten zu lesen und angefangen habe das auch zu dokumentieren, sodass es am Ende des Jahres dann eine (hoffentlich) schöne und mitunter auch grafische Auswertung dazu geben wird.

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